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No risk, no fun!

Der Kasseler SV im Trainingslager in Villach (AT)

von Christian Dittmar

Vom 02. April 2017 bis zum 08. April 2017 fuhren der Kasseler Schwimm-Verein (KSV) mit 16 Aktiven und die Melsunger TG (MTG) mit drei Aktiven gemeinsam in das Trainingslager nach Villach in Österreich. Die 19 Aktiven wurden von einem vierköpfigen Trainerteam begleitet. Christian Dittmar (KSV) war der Organisator und einer der Trainer. Unterstützt wurde er von Nick Stotz (KSV), welcher für die Motivation und Disziplin in der Gruppe zuständig war. Marco van Dijk, Trainer der MTG und ausgebildeter Physiotherapeut war der dritte Trainer im Team und betreute die Aktiven rund um das Thema Muskelverletzungen und -verspannungen. Vervollständigt wurde der Betreuerstab durch Tabea Zenker, die als weibliche Betreuerin und ausgebildete Krankenschwester die Kinder bei diversen Verletzungen und Wunden versorgte. Nur dank diesem hervorragenden Betreuerteam war es den Aktiven möglich, täglich bis zu drei Trainingseinheiten von zwei Stunden zu überstehen.

In der Regel konnten die Kinder relativ lange schlafen, da erst um 8:00 Uhr das Frühstück angesetzt war. Von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr fand die erste Ausdauereinheit an Land statt. Diese bestand aus Inlineskating mit Langlaufstöcken. Die komplette Ausrüstung wurde vor Ort in der Alpenarena Kärnten in Villach ausgeliehen. Die Alpenarena, welche sich direkt am Fuße der Skisprungschanzen in Villach befindet und aus den Weltcup-Skispringen im Fernsehen bekannt ist, bot viele tolle Möglichkeiten, die Ausdauer und Kraft der Aktiven auf eine etwas andere Art und Weise zu fördern. Die Sportler sind mit der Ausrüstung von dem Jugendgästehaus in Villach ca. 3 km zur Alpenarena hinaufgefahren. Nach ein paar Aufwärmspielen auf einer Inline-Hockey-Anlage konnten die Gruppe auf geteerten „Langlaufstrecken“ analoge Bewegungen und Trainingseffekte wie beim Skilanglauf erarbeiten und einige Runden drehen.

Nach dem Rückweg zum Jugendgästehaus hatten die Aktiven Freizeit bis zum Abendessen (ca. 18:00 Uhr). Ab 19:00 Uhr fand die dritte Trainingseinheit des Tages statt. Je nach Benehmen und Wünschen der Sportler wägten die Betreuer ab, welche Trainingseinheit und -stätte den größten Trainingseffekt bei den Aktiven erzielen würde. So fanden immer unterschiedliche Einheiten statt. Manchmal gab es eine weitere Trainingseinheit in der Alpenarena auf Inlinern, teilweise wurde eine intensive Lockerungs- und Dehnungseinheit durchgeführt und an anderen Tagen durften die Sportler ihre Kletterkünste in der Boulderhalle des Jugendgästehauses unter Beweis stellen.

Am Mittwoch fand ein Spaß- und Erholungstag statt. An diesem wurde die Kärntentherme zur Erholung, Entspannung und zum Wettrutschen genutzt, anstatt zum normalen Schwimmtraining. Im Anschluss durften die Aktiven in Dreiergruppen die schöne Villacher Innenstadt erkunden. Der Abend blieb den Sportlern und Betreuern zur freien Gestaltung.

Nach der jeweils ca. neunstündigen Hin- und Rückfahrt, an denen jeweils noch eine der oben beschriebenen Trainingseinheiten stattfand und fünf wie oben beschriebenen Trainingstagen, waren die Sportler sichtlich erschöpft und froh wieder nach Hause zu fahren.

Fazit: No risk, no fun!

Selbst zahlreiche Verletzungen wie Blasen an Händen und Füßen, Schrammen, Kratzer und Schürfwunden, geprellte Rippen und Schultern, bis hin zu gebrochenen Schienbeinen und dem Versuch, „mit dem Kopf durch die Wand zu schwimmen“, konnten den Aktiven den Spaß am Trainingslager nicht nehmen. Immerhin brachte die ein oder andere Verletzung die Sportler und Trainer zum Weinen vor Lachen, sodass hieraus Racheaktionen und Streiche geplant wurden wie zum Beispiel Wachsstreifen auf behaarte Trainerbeine, plötzliche morgendliche Weckaktionen (4:00 Uhr statt 6:30 Uhr morgens), welche in der Ausführung jedoch häufig gescheitert sind. Hieran müssen wir im nächsten Trainingslager also unbedingt arbeiten.

Im Laufe der Woche wurden die Handys immer unwichtiger und die guten, alten Kartenspiele wurden wieder ausgepackt. Sehr beliebt war das Spiel „Kloppe“ mit den Trainern. Hierbei geht es um Strategie und Reaktionsvermögen. Der Gewinner verteilt die Kloppe und der Verlierer bekommt diese. Natürlich war es das Highlight, wenn die Trainer die Kloppe bekommen haben. Wenn diese dann allerdings die Kloppe verteilten, sah es wie im folgenden Bild aus.

Betreuer, die für jeden Spaß und Unsinn zu haben sind (Wettrutschen, Raufereien und Kartenspiele), sowie Sportler die sich trotz heftiger Verletzungen immer wieder aufgerafft haben, sorgten dafür, dass jeder Teilnehmer in den verschiedensten und unvorhersehbarsten Lebenslagen geprüft wurde. Die meisten dieser Prüfungen wurden zu jedermanns Freude mit Bravour bestanden, wie zum Beispiel die Nacht ohne das Handy bzw. die Woche ohne dauerhaften Internetzugang zu überleben. Freundschaften wurden auf die Probe gestellt und manch einer hat es einfach nicht gebracht!

Dies alles trug dazu bei, dass die Mehrheit der Sportler und alle Betreuer das Trainingslager als wirklich gelungen empfanden. Dies war wie bereits angesprochen auf die hervorragende Stimmung im Team, aber auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen Herrn Hübel (Leiter der Kärntentherme), Herrn Smoliner (Betriebsleiter Alpenarena) und Frau Vorauer (Leiterin des Jugendgästehauses) zurückzuführen ist. Aufgrund dieser guten Zusammenarbeit wird bereits jetzt überlegt auch im Jahr 2018 wieder nach Villach ins Trainingslager zu fahren.

 
Stand: 27.04.2017 21:00