Schnellzugriff

<< zurück zum Multimediaportal

 

Nachwuchs des Kasseler SV triumphiert auf den Kurzstrecken

Keine Siegerehrung für die Schwimmer – aber Finals, die keiner braucht

von Timm Knappe

Wenn man zu einer kleinen Wettkampfveranstaltung wie der in Gudensberg fährt, erfreut man sich vor allem daran, die Nachwuchsmannschaft mitzunehmen und hier und da ein paar Neue an das Wettkampfleben heranzuführen.

So fuhren am letzten Samstag 28 Sportler zum Wettkampf nach Chattengau, von denen neun Sportler sogenannte „Ersties“ waren. Sie schwammen zum Einstieg 50 m Rücken und 50 m Kraul. Eine Bewährungsprobe für den Nachwuchstrainer des Kasseler SV Conrad Martin. Aber sein Lachen im Gesicht verriet anschließend, dass es ein voller Erfolg war. Maximilian Sperling nutzte seinen Auftritt, um beim ersten Wettkampf die erste Medaille zu gewinnen: Platz 3 über 50 m Rücken. Auch Malik Krnjic zeigte, dass mit ihm als Wettkampfsportler zu rechnen ist. Ihm gelang bei seinem Debüt in einem hart umkämpften Jahrgang 2007 Rang 4 und 5 über die beiden Einsteigerstrecken. Mit dabei waren Lotta Kurzenknabe, Seymur Azizov, Carolyn Bergen, Demetré Makalatiya, Leon Schmidt, Gresa Statovci und Riana Semke. Die Taufe zum Wettkampfsportler gelang und die Sportleitung zeigte sich zufrieden.

Vor allem mit dem Ergebnis über 50 m Rücken, konnten doch von den ersten zehn Plätzen, angeführt vom überragenden Kevin Li Sander, acht Sportler aus den Reihen des Kasseler SV Plätze belegen. Ähnlich das Bild bei den Mädchen. Helene Thielemann siegte über 50 m Rücken in Bestzeit (0:48,80 Minuten), auf den nächsten drei Plätzen fanden sich zwei weitere KSV'ler wieder. In Freistil ein Wiederholungseffekt: „Im Jahrgang 2006 und 2007 greifen die Maßnahmen, die vor eineinhalb Jahren eingeleitet wurden“ freut sich die Sportleitung des KSV. Tim Jäger konnte sich dreimal in die Siegerlisten eintragen, ebenso auch Eva Gries.

Bei solchen Ergebnissen freut man sich doch vor allem über die strahlenden Gesichter der Kinder auf dem Siegerpodest und der Eltern mit hunderten von Kameras, möchte man doch die Übergabe der Medaille für immer festhalten. Diese Ehrung blieb jedoch verwehrt, da es „wie in der Ausschreibung zu lesen ist“, keine Siegerehrungen gibt. Stattdessen hole man sich doch die Medaillen im Protokollraum am Ende der Veranstaltung ab. Schade für eine bis dato gelungene Wettkampfveranstaltung.

Die Großen des KSV bekamen aber auch eine ungewöhnliche Chance, mal „ein Finale“ mit zu schwimmen. So fanden sich Hannes Jäger, Louise Andjelic, André Penner und Sophie Schildknecht gemeinsam mit Anna Penner und Alicia Philippow im Finale über 100 m bzw. 200 m Lagen wieder. Nachdem Louise vier Erste Plätze holte, Alicia mehrere Medaillen und auch die Herren um Julian Wojnitsch stets und ständig auf den Podestplätzen waren, (für die es ebenfalls keine Siegerehrungen gab) sah man sich dann im Finale wieder, auf das alle Beteiligten 1 Stunde warten mussten. Aber bei einem Teilnehmerfeld von 13 Vereinen in dieser Größenordnung hätte man diese Stunde lieber in durchgeführte Siegerehrungen umwandeln können. Der Gewinn wäre viel größer gewesen. Dabei stellten sich viele (nicht nur von uns) die Frage: Braucht man diese Finals?

Dennoch schlugen sich die Mädchen über 100 m Lagen wacker und mussten sich nur der Melsungerin geschlagen geben, da sie einfach zügiger wendete, belegten aber die Plätze zwei und drei.

Medaillen gab es auch für die Familie Ankermann, Lasse und Jonathan holten gemeinsam dreimal Silber und einmal Bronze. Daniel Alexander Urich wurde über die ungeliebte Rückenstrecke sogar dritter und Ennio Vogler konnte durch eine deutliche Leistungsverbesserung über 50 m Schmetterling die 1 Minute-Mauer hinter sich lassen. Und so reihten sich auch Alexey Vtorushin und Raphael Hartmann wie auch bei den Mädchen Caroline Böber in die Medaillenlisten ein. Ein sportlich gesehen gelungener Auftritt, dessen Krönung die Siegerehrung im Kasseler Auebad während des Trainings am Dienstag Abend sein wird.

 
Stand: 12.03.2017 19:45